Furcht: Donald Trump im Weißen Haus

Ein wirklich tolles Buch. Auch wenn Bob Woodward nicht wirklich etwas Neues schreibt, denn den Großteil der Informationen hat man im Laufe der letzten Jahre bereits aus den täglichen Medien erfahren.

Die Geschichte des skrupellosen Immobilien-Moguls, wenn man Trump so nennen kann.

Bob Woodward schaut sich die Geschichte von Trump Wahlkampf und die darin vorkommenden Eskapaden an und führt detailliert auf, was so alles passiert ist.

Danach wird aufgezeigt, was für ein Chaos unter Trump im Weißen Haus herrscht. Die Personalquerelen sind ein guter Aufhänger um zu erkennen, dass unter Trump einfach nichts wirklich funktioniert. Es werden wichtige Stellen am laufenden Band neu mit Personen besetzt, die eigentlich gar keine Ahnung haben und damit an politischen Schaltzentralen einfach fehl am Platz sind.

Außerdem muss jeder dem Präsidenten bedingungslose Loyalität zusagen und einhalten. Sobald man aber nicht mehr seiner Meinung ist, wird man einfach fallen gelassen.

Detailliertes Beispiel ist Rex Tillerson. Aber es gibt genügend andere Beispiele die zeigen, dass Trump ein Egomane ist, der keine Ahnung von Führung hat und mit einem Intellekt eines Jugendlichen agiert.

Besonders dramatisch ist, dass klar zu erkennen ist, dass Trump mehr lügt als jeder andere Präsident vor ihm, er aber seine Lügen wirklich glaubt und damit in einer Traumwelt lebt.

Und das ist verheerend, denn wir reden immerhin vom gewählten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

Hate Speech á la POTUS

Trump lügt und hetzt, weil es ihm schon früher genützt hat

Die USA wählen teils ihr Parlament neu. Eigentlich aber geht es um Trump. Weil für ihn viel auf dem Spiel steht, reagiert er mit Perfidie.

Die Midterms stehen in den USA an. Das sind die Wahlen, bei denen ein Teil der Senatoren und der gesamte Kongress neu gewählt wird.

Das alles wäre vollkommen egal für den Rest der Welt, aber diesmal läuft es anders, denn Donald Trump ist Präsident und mischt sich massiv in den Wahlkampf ein.

Da wird den Demokraten schon mal vorgeworfen, dass die alle Einwanderer mit offenen Armen empfangen. Oder Einwanderer werden pauschal als „Schmarotzer“ tituliert. Und natürlich wird die Presse zum Volksfeind No. 1 erklärt.

Trumps Rhetorik sorgt dafür, dass sich immer mehr Menschen radikalisieren, weil wenn der Präsident sich wie ein Arschloch verhält, dann kann das doch jeder ohne schlechtes Gewissen machen.

Schon komisch, dass von einem glühenden Anhänger Trumps Briefbomben an Demokraten verschickt werden, ein Anhänger des Präsidenten auf Juden in einer Synagoge schießt, oder ein Anhänger bei einer Demo in eine Menschenmenge fährt und dabei eine junge Frau tötet.

Der Präsident sieht sowas zwar, aber er ist sich keiner Verantwortung bewusst und stachelt durch sein Verhalten solche Vollidioten sogar noch an. Daraus resultiert, dass in naher Zukunft noch mehr Gewalt stattfinden wird.

Einzige Hoffnung ist aktuell, dass die Demokraten bei den Midterms geschlossen auftreten und den Republikanern viele Stimmen und damit Sitze im Senat und Repräsentantenhaus stehlen, damit die Republikaner endlich verstehen, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung der USA das Verhalten des Präsidenten nicht billigt und gerne wieder „normale“ Verhältnisse hätte.

Ingo Zamperoni – Anderland

2017 war eine Zäsur in der Geschichte der USA. Wie schnell ändern sich durch eine Regierung, die die Regeln des politischen Miteinanders bricht, das ganze Land und seine Leute? Wie vereinigt sind die Staaten noch? Ingo Zamperoni war stets ein Fan der USA und kennt das Land in all seinen Facetten. Aber als kritischer Beobachter fragt er sich: Wie stabil kann dieses urdemokratische Gemeinwesen  bleiben, wenn sein oberster Repräsentant an der Grenze des Asozialen agiert? Wie schnell verschwinden Toleranz, Rücksichtnahme und Freundlichkeit aus einer Gesellschaft, wenn dem Staatslenker diese Werte nichts zu bedeuten scheinen? Wie groß ist die Hoffnung noch, Amerika werde „great again“? In persönlichen Begegnungen und Betrachtungen erlebt Ingo Zamperoni ein Land, das er vor kaum mehr als einem Jahr verlassen hat, das ihm immer fremder erscheint ‒ und in dem die Risse sogar quer durch die eigene Familie gehen. Er schildert seine persönlichen Eindrücke aus einem Amerika, das aus den Fugen geraten ist, und zieht Parallelen zur jüngsten Entwicklung in Deutschland.

Ingo Zamperoni beschreibt in Anderland die Entwicklung der USA während des Wahlkampfes und nach der Wahl. Er hat dafür mit, sehr vielen Menschen gesprochen und dabei die unterschiedlichsten Meinungen gesammelt.

Wichtig ist aber, dass er mit den Gesprächen deutlich machen kann, inwiefern sich die USA, ja die Welt, unter einem Präsidenten Trump verändern wird.

Außerdem hat er einen prüfenden Blick darauf, inwiefern Trump schon große Änderungen durchgesetzt hat und wieso einige Dinge im Zweifel gar nicht schlecht sind.

Auf Grund seiner Erfahrung als Journalist hat Ingo Zamperoni einen sehr gradlinigen Schreibstil und es wirkt immer so, als wenn er über jeden Satz lange und detailliert nachgedacht hat, damit dieser Satz nicht aus dem Kontext gerissen wird, oder jemand fälschlicherweise beleidigt ist.

Mir gefällt die Aufarbeitung der Präsidentschaft Trump und die Beschreibungen sehr gut, weil dadurch ein neuer Blickwinkel geöffnet wird, jenseits der Twitter-Beschimpfungen.

Feuer und Zorn: Im Weißen Haus von Donald Trump

Es ist das Enthüllungsbuch, das die Präsidentschaft von Donald Trump erschüttert: Michael Wolffs „Feuer und Zorn“ ist ein eindrucksvolles Sittengemälde der amerikanischen Politik unter Trump. Im Mittelpunkt ein Präsident, den seine Mitarbeiter wie ein kleines Kind behandeln, und der umgeben ist von Inkompetenz, Intrigen und Verrat.

Der Bestseller-Autor Wolff beschreibt das Chaos, das in den ersten Monaten im Weißen Haus geherrscht hat, er enthüllt, wie nah die Russland-Verbindung an Trump herangerückt ist und wie es zum Rauswurf des FBI-Chefs Comey kam. Und er liefert erstaunliche Details über das Privatleben dieses Präsidenten.

Quelle: Audible.de

Herrje… Eigentlich muss man gar nicht mehr sagen. Aber was wäre das für eine Rezension? Wobei, man muss ja eigentlich nur täglich die Nachrichten verfolgen und weiß, was in dem Buch stehen wird.

Trump, seine Familie und sein Gefolge sind ein Haufen von inkompetenten Verrückten, die im weißen Haus und in der Welt für Chaos sorgen. Unter dem Vorwand von „Arbeitstreffen“ werden regelmäßige Golfspiele in den vielen Resorts von Trump zelebriert.

Donald Trump und seine Familie haben keine Ahnung von Politik und glauben, dass alles in der Welt eine Frage von Deal or no Deal ist. Und das genau ist der Fehler. Politik wird nicht nur von Bilanzen bestimmt, sondern auch von Meinungen und Gefühlen. Und da ist die Familie Trump einfach viel zu unfähig für, solche Sachen zu erkennen.

Der „Präsident“ ist so sehr davon getrieben, dass er von allen geliebt werden will, dass er die Realität komplett ausblendet. Und das ist wirklich gefährlich. Er macht sich um große Zusammenhänge keine Gedanken und niemand in seinem Team ist in der Lage entweder die Gefahr zu erkennen, oder ihm zu verdeutlichen, dass dieses Verhalten die USA und im schlimmsten Fall die ganze Welt bedroht.

Donald Trump ist kein Rassist. Er ist einfach zu dumm zu erkennen, dass er von der alt-right Bewegung benutzt wurde. Und die Republikaner haben so sehr Angst davor den Fehler einzugestehen, dass sie Trump hätten verhindern müssen, dass die Partei nicht am Abgrund steht, sondern bereits abgerutscht ist und sich im freien Fall befindet.

Abgesehen davon… Wenn man das Buch durchgehört, oder gelesen, hat, dann kann man sich ziemlich sicher sein, dass Trump in schmutzige Geschäfte verwickelt ist. Nicht nur bzgl. des Wahlkampfs mit den Russen, sondern mit Sicherheit auch noch an anderen Sachen.

Die Welt kann nur hoffen, dass er über eins der Geschäfte stolpert und zurücktreten muss, bzw. zum Rücktritt gezwungen wird.

Nicht, dass Pence besser wäre, aber Pence ist im Zweifel von der Partei besser unter Kontrolle zu halten. Und wir alle können Hoffnung wagen. Im Herbst sind Wahlen in den USA und wenn die Demokraten keinen totalen Blödsinn machen, werden sie diese Wahlen gewinnen und damit wird Trump zur „lahmen Ente“, der nichts mehr selbst entscheiden kann und damit wird möglicherweise die Welt gerettet.

Meine Meinung? Dieses Buch sollte Pflichtlektüre sein.

Der Nahe und mittlere Osten in Flammen

So oder so ähnlich könnte man die Situation in Syrien, im Libanon, im Iran, in Israel und in den Grenzgebieten zur Türkei betiteln…

Die Türkei marschiert in den Norden Syriens ein, weil angeblich Terroristen der YPG und damit die PKK bekämpft werden soll. Das das alles nur scheinheilige Lügen sind hat die ganze Welt erkannt, aber es möchte niemand etwas dagegen tun. Ein paar halbherzige Aufforderungen den Krieg zu beenden und mit der PKK in Dialog zu treten ist alles, was die Weltgemeinschaft zustande bekommt.

Nun kann Erdogan offen seinen ideologischen Krieg gegen angebliche Terroristen führen und sperrt gleichzeitig jeden ein, der sich negativ über die Kampfhandlungen äußert, weil das ja angeblich „Terrorpropaganda“ wäre.

Die Russen und Amerikaner mischen auch kräftig mit im syrischen Konflikt. Sowas nennt sich dann hinter vorgehaltener Hand „Stellvertreterkrieg“. Ein bisschen Kräftemessen zwischen zwei Weltmächten.

Die eine Weltmacht am Rande des Ruins und der Bedeutungslosigkeit auf Grund der Inkompetenz endlich das stalinistische Gedankengut abzulegen, die andere Weltmacht immer noch von den katastrophalen Niederlagen in Vietnam, Afghanistan und Irak gespalten und tief erschüttert.

So findet sich in Syrien endlich eine Möglichkeit, die jahrelang im kalten Krieg nicht geführten Scharmützel auszutragen und das ultimative Kräftemessen durchzuführen. Natürlich wir dies alles unter dem Vorwand der Bekämpfung von ISIS aka Daesh vollzogen, da offen ausgetragene Konflikte der beiden Parteien politischer Selbstmord wären.

Und zu guter letzt treffen in dem Konflikt noch zwei alte Erzfeinde aufeinander. Israel und der Iran, unterstützt durch die Hisbollah im Libanon. Wobei dieser Konflikt das größte Gefahrenpotential birgt.

Jüngster Höhepunkt ist der Abschuss eines israelischen Kampfjets, nach Angriffen von Israel gegen iranische Stellungen in Syrien. Dem vorausgegangen ist angeblich der Abschuss einer iranischen Drohne über israelischem Territorium.

So schaukelt sich der arabische Frühling in Syrien, der eigentlich den Sturz des Diktators Assad zum Ziel hatte, hoch zu einem fast schon globalen Konflikt, der schlimmstenfalls in einem offenen Krieg endet. Mindestens drei der Beteiligten haben allerdings Atomwaffen und alle drei Staatschefs sind nicht für ihre Besonnenheit bekannt. Insofern besteht eine nicht zu unterschätzende Gefahr eines nuklearen Konflikts.

Und was tut die Welt? Die UN kann de facto nichts tun, weil die USA und Russland alle Abstimmungen über Resolutionen blockieren würden und abgesehen davon auch keine Möglichkeiten bestehen würden, den Konflikt so zu lösen.

Wir können alle nur hoffen, dass die Gemüter sich beruhigen und alle Parteien feststellen, dass niemandem mit einem Krieg gedient ist.

Wenn man sich allerdings die Führer der Kriegsparteien anschaut, Putin, Trump, Netanjahu, Assad und Erdogan, ist nicht mit einer Lösung zu rechnen, die dem normalen Menschenverstand nach logisch wäre. Keiner der genannten hat bisher bewiesen, dass sie global denkende Staatsmänner wären. Alle haben ein riesiges Ego und wissen nicht wirklich, was sinnvolle Weltpolitik ist.

Ist beten möglicherweise die einzige Lösung? Bloß nicht! Die Religion spielt ja in dem Konflikt auch noch eine Rolle.

Es hilft nur noch zu hoffen, dass irgendwann die gemäßigten Kräfte in den Ländern wieder die Oberhand gewinnen und die Kriegstreiberei beenden, zu Gunsten eines sicheren und stabilen nahen bzw. mittleren Ostens.

Trump – Wenn Dummheit schmerzen würde

Amerikas Präsident auf Twitter: Trump beschimpft kritische Moderatorin als „verrückt“

Der amerikanische Präsident Donald Trump scheut in seinen Angriffen auf die Medien auch vor wüsten Beschimpfungen einzelner Journalisten nicht zurück. Jüngstes Opfer ist die Fernsehmoderatorin Mika Brzezinski, die den Präsidenten am Donnerstag in einer Morgensendung scharf kritisiert hatte. Wenig später schoss Trump zurück, wie üblich über Twitter.

Ich weiß gar nicht mehr, was ich zu den dummen Entgleisungen dieses Typen sagen soll. Der ist kein Präsident, der ist eine Witzfigur mit einem, für einen solchen bisherigen Versager, viel zu großem Ego.