Hate Speech á la POTUS

Trump lügt und hetzt, weil es ihm schon früher genützt hat

Die USA wählen teils ihr Parlament neu. Eigentlich aber geht es um Trump. Weil für ihn viel auf dem Spiel steht, reagiert er mit Perfidie.

Die Midterms stehen in den USA an. Das sind die Wahlen, bei denen ein Teil der Senatoren und der gesamte Kongress neu gewählt wird.

Das alles wäre vollkommen egal für den Rest der Welt, aber diesmal läuft es anders, denn Donald Trump ist Präsident und mischt sich massiv in den Wahlkampf ein.

Da wird den Demokraten schon mal vorgeworfen, dass die alle Einwanderer mit offenen Armen empfangen. Oder Einwanderer werden pauschal als „Schmarotzer“ tituliert. Und natürlich wird die Presse zum Volksfeind No. 1 erklärt.

Trumps Rhetorik sorgt dafür, dass sich immer mehr Menschen radikalisieren, weil wenn der Präsident sich wie ein Arschloch verhält, dann kann das doch jeder ohne schlechtes Gewissen machen.

Schon komisch, dass von einem glühenden Anhänger Trumps Briefbomben an Demokraten verschickt werden, ein Anhänger des Präsidenten auf Juden in einer Synagoge schießt, oder ein Anhänger bei einer Demo in eine Menschenmenge fährt und dabei eine junge Frau tötet.

Der Präsident sieht sowas zwar, aber er ist sich keiner Verantwortung bewusst und stachelt durch sein Verhalten solche Vollidioten sogar noch an. Daraus resultiert, dass in naher Zukunft noch mehr Gewalt stattfinden wird.

Einzige Hoffnung ist aktuell, dass die Demokraten bei den Midterms geschlossen auftreten und den Republikanern viele Stimmen und damit Sitze im Senat und Repräsentantenhaus stehlen, damit die Republikaner endlich verstehen, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung der USA das Verhalten des Präsidenten nicht billigt und gerne wieder „normale“ Verhältnisse hätte.

Deutschland: Aus der Vergangenheit gelernt?

In Clausnitz werden Flüchtlinge von einem Mob daran gehindert, eine Asylunterkunft zu beziehen. Überall in Deutschland brennen angehende Asylbewerberheime. Eine kleine und relativ neue Partei radikalisiert sich in wenigen Monaten und ruft zum Kampf gegen die Regierung und die Asylanten, sowie den Islam als Gefahr für Europa.

Ja, das ist Deutschland aktuell. Aber wenn man sich mal die Stimmen anhört, dann hört man auch, dass die Mehrheit der Bevölkerung Angst hat vor den extremen Strömungen in Deutschland.

Wieso die Mehrzahl? Wir haben auf der einen Seite die CSU und die AfD, die gegen Asylanten und Muslime hetzen und zumindest die AfD würde notfalls sogar auf Flüchtlinge schießen. Aber von dem faschistischem Mob der Pepida will man nichts wissen und grenzt sich zumindest mit Worten ab.

Auf der anderen Seite gibt es eine immer radikalere Art des Islam und diese Gruppen haben einen regen Zulauf. Warum? Das weiß keiner so genau, weil es nicht zu ergründen ist, wieso junge Menschen sich einer mittelalterlichen, menschenverachtenden Ideologie anschließen.

Aber man kann auch immer wieder sehen, dass ein Aufschrei durch das Land geht, wenn mal wieder eine der radikalen Gruppen, oder ein einzelner verdrehter Spinner, einen Anschlag o.ä. verübt hat.

Insofern hat der Großteil der Bevölkerung offensichtlich doch aus der Geschichte gelernt und ist nicht von Hetzern und radikalen Bewegungen überzeugt. Immerhin haben wir die Geschichte andauernd im Fernsehen vor Augen (wenn auch häufig durch die Macher ein wenig verglorifiziert) und wissen daher auch, welch schreckliche Auswirkungen radikales Gedankengut haben kann.

Insofern können wir vielleicht noch Hoffnung haben, dass die breite Masse des Volkes in absehbarer Zukunft aufsteht und den gewählten Politikern und den vereinzelten Minderbemittelten deutlich zeigt, dass radikales Gedankengut in einem aufgeklärten Land wie Deutschland keine Zukunft hat.

Denn, „die Hoffnung stirbt zuletzt“.