„Echte Körper“ @ Lindenhalle Wolfenbüttel

Stadt Wolfenbüttel

16.11.2019 bis 18.11.2019 Karten an der Tagesasse, Erw. 15,00 €, Schüler/Studenten 10,00 €, Kinder 4,00 € Bis vor wenigen Jahren war der Blick auf tote Körper und das Erforschen der anatomischen Beschaffenheit ausschließlich das Vorrecht von Medizinern in den Sektionssälen der Universitäten.

Vor Jahren war mal ein echter Hype um die Ausstellung „Körperwelten“. Dabei wurden plastinierte Körper ausgestellt.

Dieses Wochenende gab es eine kleine Version davon in Wolfenbüttel in der Lindenhalle. Allerdings eher in Richtung Wissenschaft, also Erklärungen, wie ein Körper funktioniert mit den entsprechenden Exponaten dazu.

Leider ist die Ausstellung nicht das, was man davon erwartet. Die Exponate sind schon in die Jahre gekommen. Außerdem sind die Exponate derart stark plastiniert, dass man nicht mehr daran glauben kann, dass diese wirklich echt sind.

Außerdem ist die Ausstellung sehr lieblos gestaltet. Die Schilder in den Vitrinen passen teilweise nicht zu den Exponaten, die Vitrinen sehen extrem abgenutzt aus, die großen Leinwände mit Erklärungen zu den Exponaten sind stellenweise verdeckt und auch nicht mehr, als man bei Wikipedia lesen kann.

Und zuletzt die Beleuchtung. Durch die Deckenlichter spiegeln die Vitrinen stark, so dass man die Exponate nur schlecht wirklich studieren kann.

Alles in Allem sind 15€ Eintritt für einen Erwachsenen schon ziemlich unverschämt. Dafür wurde einfach zu wenig geboten und war schon zu abgenutzt.

900 Jahre Wolfenbüttel

Seit 900 Jahren gibt es meine Heimatstadt jetzt schon. 900 Jahre die schönste Stadt Deutschlands.

Zu Ehren dieses Jubiläums hat die Stadt einiges aufgefahren. Und ich bin froh, dass ich viele dieser Events besuchen konnte.

Da war z.B. das Altstadtfest. Drei Tage fette Party in der Innenstadt. Unter Anderem ist die Jägermeister-Blaskapelle aufgetreten und hat für unfassbare Stimmung auf dem Stadtmarkt gesorgt. Zusätzlich ist noch MIA aufgetreten. Und es gab diverse faszinierende Acts.

Zum Abschluss gab es noch einen großen Umzug:

Dann gab es noch einen großen Altstadtflohmarkt. Die gesamte Innenstadt wurde zu einem Shopping-Paradies. Ich mag zwar keine Flohmärkte, aber die schiere Größe war wirklich unglaublich.

Zum Abschluss des Jubiläums gab es noch das Stadtgrabenfest. Ein Fest der Künste. Überall am Stadtgraben gab es kleine Installationen, Acts oder Schauspiel. Wirklich toll gemacht.
Den großen Abschluss am Samstag Abend bildete dann eine Lasershow mit den wichtigstens Ereignissen aus 900 Jahren Wolfenbüttel.

An dieser Stelle möchte ich explizit den Organisatoren für dieses Spektakel danken. Dies war wieder ein guter Grund für mich, Wolfenbüttel zu lieben.

Titanic im Panometer Leipzig

Aussage der Mannschaft an die Passagiere nach der Kollision

Wir waren vor einigen Tagen in Leipzig im Panometer und haben uns dort die Ausstellung „Titanic – The promise of modernity“ angeschaut.

Stahl als Werkstoff

In der Ausstellung wird von dem Künstler Asisi eindrucksvoll die Geschichte der Industrialisierung in Verbindung mit der Entdeckung der industriellen Verarbeitung von Stahl demonstriert. Der Werkstoff sorgte dafür, dass alles immer größer und mächtiger wurde und damit am laufenden Band Rekorde gebrochen wurden.

Bauplan Titanic

Nach der Eindrucksvollen Darstellung der ersten Stahlbauten, wird die Titanic beschrieben. Es werden die Konstruktionspläne auf riesigen Leinwänden gezeigt.

Bug der Titanic

Eins der Highlights: Der Bug der Titanic aus Holz im Verhältnis 1:1 nachgebaut und ausgestellt. Wirklich riesig.

Puppengesicht

In der 360° Ausstellung wird noch mal eindrucksvoll vermittelt, wie groß die Titanic war und wie grausam der Untergang wirklich war.

Vorderer Teil der Titanic

Alles in allem kann man sich drüber streiten, ob 11,50€ Eintritt gerechtfertigt sind. Eine Anreise mit der Bahn ist möglich, allerdings nur, wenn man gut zu Fuß ist. Parken ist kostenlos möglich.

Aufbau des Vorschiffs

Wen das Thema interessiert, der sollte sich die Ausstellung durchaus anschauen, weil der Künstler gut vermittelt, dass die Industrialisierung nicht nur Vorteile gebracht hat und das der Mensch irgendwann auch an seine Grenzen kommt, wenn es um „größer, besser, weiter“ geht.

Lessingtheater Wolfenbüttel

Am Montag Abend war ich mit meiner Freundin zum ersten Mal im Lessingtheater in Wolfenbüttel. Wobei… Nein, ich war zum zweiten Mal da.

Beim ersten Mal waren wir dort, als nach dem Umbau eine öffentliche Führung durchgeführt wurde und die Architekten den Umbau erklärt haben. Damals konnte man zwar alles begutachten, aber z.B. die Akustik nicht nachvollziehen.

Am Montag haben wir uns „Die Wunderübung“ angeschaut. Eine nette Komödie über eine schieflaufende Eheberatung.

Viel wichtiger ist aber, dass wir die Akustik und die Sicht jetzt beurteilen können. Und da haben die Erbauer wirklich was draus gemacht.

Wir haben auf dem Balkon rechts von der Mitte gesessen. Auf den oberen Rängen ist zwar die Sicht auf die Bühne teilweise ein wenig eingeschränkt, aber das ist nicht wirklich schlimm. Dafür ist die Akustik dermaßen gut, dass man auch Flüstern auf der Bühne einwandfrei verstehen kann.

Alles in allem ist das Theater wirklich toll gemacht. Ich bin zwar nicht der größte Theatergänger, aber ich fand die Vorstellung gut und finde das Theater toll. Bei einem passenden Stück, würde ich wieder ins Lessingtheater gehen.

Ötzi. Der Mann aus dem Eis

Ötzi. Der Mann aus dem Eis…und zwei von hier :: Braunschweigisches Landesmuseum :: 3landesmuseen.de

Braunschweigisches Landesmuseen

Ich war heute im Braunschweigischen Landesmuseum und habe mir die Sonderausstellung „Ötzi. Der Mann aus dem Eis“ angeschaut. Eigentlich ein sehr interessantes Thema. Highlight soll eine originalgetreue Kopie von Ötzi sein.

Wenn man die Ausstellung betritt fällt sofort auf, dass viele der elektronisch aufbereiteten Exponate nicht mehr funktionieren. Außerdem ist nicht klar, wo man genau langgehen muss.

Abgesehen davon fehlen schon einige Exponat, wie z.B. ein Beispiel für von Ötzi genutztes Holz.

Die Kopie vom Eismann steht in der Ecke und wird nicht wirklich durch Beleuchtung zur Geltung gebracht. Highlight ist eigentlich ein Tisch mit riesigem Touchmonitor, auf dem man digital den zerschundenen Körper von Ötzi erkunden kann. Außerdem gibt es eine sehr gute Rekonstruktion von Ötzi mit entsprechend damals genutzter Kleidung etc.

Alles in Allem wirkt die Ausstellung ein bisschen lieblos. Man hat quasi nie das Gefühl, dass man wirklich mitgerissen wird. In Verbindung mit den fehlenden Exponaten und dem so schlecht beleuchteten Ötzi, sind 6€ Eintritt ein wenig happig. Allerdings kann man damit auch die anderen Ausstellungen anschauen.