Auto verkaufen über mobile.de – Erfahrungsbericht

Bis gestern hatte ich noch einen Ford Fiesta 1.25 Titanium in meinem Besitz. Diesen wollte ich unbedingt verkaufen, weil der seit Monaten nur in der Garage stand.

Also habe ich den letzte Woche zur Aufbereitung gegeben (siehe hier) und mich dann drangesetzt, den Wagen zu verkaufen.

Ein Verkauf an Privat war für mich nur das letzte Mittel der Wahl, weil ich keine Zeit für aufwändige Gespräche mit potentiellen Käufern habe und auch keine Lust habe, andauernd Abends mich mit den Leuten auseinanderzusetzen. Außerdem mangelt es mir einfach an Zeit die Abmeldung des Wagens durchzuführen.

Also habe ich mir bei wirkaufendeinauto.de ein Angebot machen lassen. Da der Wagen Erstzulassung November 2010 war und schon ein paar kleine Macken hatte, hat mir die Webseite 5.250€ angeboten. Mir ist klar, dass das nur der Wert ist, den ich bei einem einwandfreien Zustand bekommen würde. Da dies nicht gegeben war, also weniger.

Da ich aber die Werbung für wirkaufendeinauto.de sowas von dämlich finde, habe ich lieber den Service von mobile.de ausprobiert. Im Prinzip das Gleiche wie bei wirkaufendeinauto.de. Man gibt auf der Webseite die Daten des Fahrzeugs an und lässt sich daraus einen möglichen maximalen Verkaufswert erzeugen. Dieser belief sich bei mobile.de auf 5.450€. Also schon mal 200€ mehr als bei der anderen Seite.

Also habe ich einen Termin bei dem angebotenen Händler gemacht, Autohaus AMB in Braunschweig, und den Wagen dort vorgeführt.

Auf den ersten Blick fand ich das Autohaus nicht sonderlich einladend. Aber man soll sich ja nicht vom ersten Eindruck täuschen lassen. Also hat der Händler sich die Daten des Fahrzeugs angeschaut und den Wagen optisch geprüft. Dann hat er mir den sog. Händerpreis genannt, 3.750€. Wie man sieht, schon fast 2.000€ unter dem von der Webseite errechneten Preis.

Daraufhin habe ich ihm gesagt, was meine Schmerzgrenze ist und er hat den Wagen seinen Partnern zum Kauf angeboten.

Eigentlich wollte er mich dann am Mittwoch anrufen, leider hat er das offensichtlich vergessen. Meiner Meinung nach ein no go wenn es um Dienstleistung geht. Also habe ich gestern selbst dort angerufen und er hat mir mitgeteilt, dass einer seiner Partner mit 4.000€ bietet. 1.450€ weniger, als auf der Webseite angegeben.

Also noch mal hin und den Wagen technisch prüfen lassen. Noch mal zu Erinnerung. Der Wagen stand ein halbes Jahr nur in der Garage und wenn er bewegt wurde, dann für lange Strecke. Außerdem war der Wagen Ende Dezember in der großen Inspektion und es wurde nur gesagt, dass die Bremsen bei der nächsten Inspektion getauscht werden müssen.

Also hat er sich den Wagen angeschaut, irgendwas am Auspuff entdeckt, die Bremsen moniert und mir immer wieder erklärt, dass er ja an mobile.de auch eine Gebühr zahlen müsste.

Am Ende stand das Angebot von 3.700€. 1.750€ weniger, als ursprünglich angegeben.

Ich habe den Wagen dann trotzdem verkauft, weil ich bei einem Verkauf an Privat möglicherweise mehr bekommen hätte, aber der Aufwand auch größer gewesen wäre.

Meine Konsequenz ist, wenn ich noch mal ein Auto verkaufe, dann werde ich den vorher erst in die Werkstatt bringen, dort alles Macken beseitigen lassen und dann zum Aufbereiter, damit der Wagen glänzt wie neu.

Dann hat man zumindest noch die Chance an den auf der Webseite angegeben Preis zu kommen. Hat allerdings vorher auch ordentliche Kosten.

Ich war nicht wirklich begeistert und bin immer noch ein wenig schockiert, welchen Wertverlust ein Auto hat. Immerhin hatte der Wagen nicht mal 60.000km runter. Das ist für ein Auto mit nicht mal 8 Jahren Alter einfach nichts.

Fakt ist, lasst euch von den Preisen, die euch laut Homepage angeboten werden, nicht täuschen, da das der Wiederverkaufswert für einen Wagen ist, der in einem top Zustand ist und nicht gebraucht.

Kommentar verfassen