Wechselgerüchte um Twesten

Von Grünen zur CDU: Merkel soll von Twestens Wechsel vorab gewusst haben

Weiter Spekulationen um die niedersächsische Abgeordnete Elke Twesten: Falls Kanzlerin Merkel über die Wechselabsichten informiert war, wusste sie dann auch von angeblich versprochenen Posten? © dpa Neues politisches Zuhause: Elke Twesten in der niedersächsischen CDU-Fraktion im Landtag von Hannover. Die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat einem Bericht zufolge vom Fraktionswechsel der Grünen-Landtagsabgeordneten Elke Twesten zur niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion vorab gewusst.

Wenn man die Story vom Wechsel von Frau Twesten von den Grünen in Niedersachsen zur CDU hört könnte man meinen, dass Politik wie Fußball ist. Da wo man das beste Angebot bekommt, geht man hin.

Grundsätzlich spricht ja nichts gegen den Wechsel. Immerhin kann es ja sein, dass im Laufe der Zeit die Ansichten der Partei und des Mitglieds nicht mehr übereinstimmen.

Allerdings hat der Wechsel von Frau Twesten eher einen faden Beigeschmack, da sie von den Grünen nicht mehr aufgestellt wird, wechselt sie zur CDU. Das ist nicht die feine Art. Vor allem da dadurch die Mehrheitsverhältnisse im Landtag umgekehrt werden.

Abgesehen davon ist es schon ziemlich niederträchtig, da nicht Frau Twesten direkt von den Wählern gewählt wurde, sondern sie über die Landesliste eingezogen ist was bedeutet, dass die Wähler die Partei gewählt haben und damit ihr zwar das Mandat gehört, aber die Stimmen der Partei.

Wer sich hinstellt und sagt, dass wäre in Ordnung, der sollte dringend seine Moralvorstellung überarbeiten, denn auch wenn es rechtlich nicht zu beanstanden ist, ist es einfach nicht in Ordnung, wenn der Bürgerwille nicht gewürdigt wird. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass Frau Twesten und die CDU sich einen Dreck um den Willen des Wählers kümmern und das ist moralisch verwerflich, allerdings bei der CDU normal.

Jeder Wähler, der sich auch nur halbwegs für Politik interessiert kann nur noch hoffen, dass die CDU und auch Frau Twesten bei der kommenden Landtagswahl im Oktober dafür massiv abgestraft wird.

Die SPD/Grüne sollte im Gegenzug aufhören sich als Opfer darzustellen und lieber deutlich sagen, dass Frau Twesten moralisch danebenliegt und man daher die CDU, die sie ja mit offenen Armen empfangen hat, nicht als potentiellen vertrauenswürdigen Koalitionspartner akzeptieren kann.

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