Krankenhaus – Tag 2

Der Tag beginnt früh im Krankenhaus. Ab kurz nach 6 Uhr ist die Nacht vorbei. Es wird laut auf dem Flur.

Um kurz vor 7 Uhr kam dann eine nette Schwester ins Zimmer und hat die Routineuntersuchung durchgeführt und mich dann drauf hingewiesen, dass gleich der Arzt mit der Infusion kommt.

Das passierte auch und ich lag 1,5 Stunden am Tropf. Also nix mit Duschen. Zumindest Zähne habe ich noch geschafft zu putzen.

Direkt nach dem Tropf bin ich dann zur Verwaltung, weil ich noch was klären musste und dann wollte ich eigentlich duschen. Durfte ich aber nicht. Ich musste zur Visite und eine nette Ärztin erklärte mir, wie es weitergeht.

Danach durfte ich mich dann endlich fertigmachen und mal ein bisschen Frischluft im Park schnappen. Dann gab es auch schon Mittagessen.

Danach konnte ich dann ein bisschen schlafen. Um 15 Uhr würde dann wieder mal Blutdruck gemessen und ich konnte wieder in den Park und das schöne Wetter genießen (sofern das bei den Geräuschen möglich ist).

Abendessen pünktlich um 18 Uhr. War auch lecker. Und seitdem habe ich quasi Ruhe.

Ach ne, der Chefarzt war noch mal kurz da und hat sich nach dem Wohlbefinden erkundigt und dann noch eine ganze Zeit mit mir über Fußball gesprochen.

Krankenhaus – Tag 1

Willkommen im Städtischen Klinikum Braunschweig in der HNO Fachabteilung der Holwedestraße.

Warum ein Blog-Beitrag dazu? Weil ich Vorurteile gegen Krankenhäuser ausräumen will und weil mir schlicht weg langweilig ist. Also nutze ich die Zeit.

Wie funktioniert der Gang ins Krankenhaus (das kann übrigens bei jedem anders ablaufen)?

Ich habe von meinem Facharzt eine Überweisung zur Krankenhausbehandlung bekommen. Dazu die Telefonnummer der Sekretärin des Chefarztes, da ich eine private Zusatzversicherung habe.

Also dort angerufen und eine etwas genervt wirkende Dame am Telefon, die mich für den kommenden Tag in die HNO Ambulanz im 3. Stock einbestellt. Ich solle dort vorstellig werden und dann entscheidet ein Arzt, ob ein Krankenhausaufenthalt nötig ist.

Etwas eigentümlich, weil meine Ärztin das ja angeordnet hat, aber wer bin ich, dass ich der Sekretärin des Chefarztes widerspreche. „Krankenhaus – Tag 1“ weiterlesen

Christian Sievers – Grauzonen

Zwanzig Minuten hat Christian Sievers in einer «heute»-Sendung, um über das aktuelle Weltgeschehen zu berichten – und muss dabei erklären, zusammenfassen, weglassen. In diesem Buch erzählt er die Geschichten hinter der Nachricht.
Gerade in den Krisengebieten dieser Welt stößt er auf Unerwartetes, Überraschendes, Verwirrendes: Humor neben Hass, Mut in der Katastrophe, Propaganda mit Augenzwinkern und Lügner, die den Wert der Wahrheit predigen. Eine verunsicherte Medienwelt steht vor der Herausforderung, all diesen Facetten der Story gerecht zu werden.
Das Buch ist ein Blick hinter die Kulissen einer Nachrichtensendung und in den aufwühlenden Alltag von Krisenreportern. Es ist auch eine Liebeserklärung an den Nahen Osten, wo nichts geht und alles möglich ist.
Quelle: Amazon.de

Wie kann ein Reporter in unter 2 Minuten das Leid tausender Menschen beschreiben? Wieso sieht im Fernsehen alles einfach aus, obwohl es in der Realität komplizierter ist, als ein Mensch es erfassen kann?

Christian Sievers, seit vielen Jahren ambitionierter Journalist, versucht in seinem Buch „Grauzonen“ nicht das Geschäft des Journalismus für die Populisten zu erklären, sondern er zeigt eindrucksvoll aus seiner Erfahrung auf, wie schwer das Leben als Journalist sein kann und wie manchmal einfach ein Zufall dafür sorgt, dass man im Journalismus Karriere machen kann.

Allerdings zeigt er auch deutlich, dass Integrität immer nötig ist. Auch wenn viele Menschen die traditionellen Medien verfluchen und ihnen kein Wort glauben, ist die Integrität der „alten“ Medien immer noch der beste Garant dafür, dass die Welt die korrekten Informationen bekommt.

In den Zeiten von Facebook und anderen obskuren Medien, die News nur vorgefiltert zeigen und damit den Leuten auch nur das zeigen, was deren Meinung entspricht, braucht es Menschen wie Christian Sievers, die die schonungslose Wahrheit verbreiten und die Lügen von Politik und Wirtschaft anprangern und diese auch als solche in die Welt schreien.

Bevor wieder jemand „Lügenpresse“ schreit und damit seine Unwissenheit verbreitet, hat er gefälligst „Grauzonen“ zu lesen und darf sich erst danach seine eigene Meinung bilden. Oder er liest die „Bild“ und bildet sich daraus seine Meinung.

Waldtraut Lewin – Nordische Göttersagen

Odin, Thor und Freyja – diese Namen hat jeder schon einmal gehört. Aber nur die wenigsten kennen auch die Geschichten, die sich um die Göttergestalten aus Walhall ranken. Vom Anbeginn der Welt bis zu ihrem Untergang spannt sich der Bogen der hier versammelten nordischen Sagen. Sie erklären, warum Thor mit seinem Wagen am Himmel entlangfährt, was es mit dem Zaubertrank Dichtermet auf sich hat und welche Nachrichten die Raben Hugin und Munin dem weisen Göttervater Odin zutragen.
Quelle: Amazon.de

Die nordischen Sagen in der Edda zu lesen, gleicht einem Spießrutenlauf, da die Sprache heutzutage kaum noch nachzuvollziehen ist und die Art des Schreibstils nicht eingehend ist.

Schön, dass Waldtraut Lewin sich drangesetzt hat und die nordischen Göttersagen in eine einfach verständliche Sprache übersetzt hat.

Es geht von den Anfängen der Sagen bis zum Weltenbrand und dem Untergang von Asgard. Dazwischen wird immer wieder klar, dass Asgard nicht die heile Welt ist, die in den Marvel Film gezeigt wird.

Wer sich für dieses Thema interessiert und leicht verständliche Kost lesen will, ist mit diesem Buch gut beraten.

John Katzenbach: Die Grausamen

Tessa… Vor 20 Jahren verschwand die Dreizehnjährige spurlos und irgendwann wuchs Gras über die Sache.

Gabe, ein psychisches Wrack durch einen Unfall und Marta, psychisch angeschlagen auf Grund einer Fehlentscheidung… Beides Polizisten, die in die Cold Case Abteilung abgeschoben werden, damit sie keinen Schaden anrichten können.

Doch dann stossen die beiden auf „die toten vier“. Vier junge Männer. Alle hingerichtet. Alle Fälle ungeklärt. Immer die gleichen ermittelnden Beamten und immer wieder der Hinweis: „Weitere Ermittlungen nötig“.

Aber wie soll man Fälle aufklären, die von allen Seiten lieber ungelöst bleiben sollen?

John Katzenbach hat es wieder geschafft ein Buch zu veröffentlichen, dass an Bücher wie z.B. die Anstalt herankommt. Bis kurz vor dem Ende weiß man nicht, wer wirklich Täter oder Opfer ist.

Auch die Zwischenstories sind absolut schlüssig und die Personenbeschreibungen sind so exakt, dass man sich perfekt in die Charaktere hineinversetzen kann.

Ich bin wirklich begeistert von dem Hörbuch und kann es jedem empfehlen.

Auto verkaufen über mobile.de – Erfahrungsbericht

Bis gestern hatte ich noch einen Ford Fiesta 1.25 Titanium in meinem Besitz. Diesen wollte ich unbedingt verkaufen, weil der seit Monaten nur in der Garage stand.

Also habe ich den letzte Woche zur Aufbereitung gegeben (siehe hier) und mich dann drangesetzt, den Wagen zu verkaufen.

Ein Verkauf an Privat war für mich nur das letzte Mittel der Wahl, weil ich keine Zeit für aufwändige Gespräche mit potentiellen Käufern habe und auch keine Lust habe, andauernd Abends mich mit den Leuten auseinanderzusetzen. Außerdem mangelt es mir einfach an Zeit die Abmeldung des Wagens durchzuführen.

Also habe ich mir bei wirkaufendeinauto.de ein Angebot machen lassen. Da der Wagen Erstzulassung November 2010 war und schon ein paar kleine Macken hatte, hat mir die Webseite 5.250€ angeboten. Mir ist klar, dass das nur der Wert ist, den ich bei einem einwandfreien Zustand bekommen würde. Da dies nicht gegeben war, also weniger.

Da ich aber die Werbung für wirkaufendeinauto.de sowas von dämlich finde, habe ich lieber den Service von mobile.de ausprobiert. Im Prinzip das Gleiche wie bei wirkaufendeinauto.de. Man gibt auf der Webseite die Daten des Fahrzeugs an und lässt sich daraus einen möglichen maximalen Verkaufswert erzeugen. Dieser belief sich bei mobile.de auf 5.450€. Also schon mal 200€ mehr als bei der anderen Seite.

Also habe ich einen Termin bei dem angebotenen Händler gemacht, Autohaus AMB in Braunschweig, und den Wagen dort vorgeführt.

Auf den ersten Blick fand ich das Autohaus nicht sonderlich einladend. Aber man soll sich ja nicht vom ersten Eindruck täuschen lassen. Also hat der Händler sich die Daten des Fahrzeugs angeschaut und den Wagen optisch geprüft. Dann hat er mir den sog. Händerpreis genannt, 3.750€. Wie man sieht, schon fast 2.000€ unter dem von der Webseite errechneten Preis.

Daraufhin habe ich ihm gesagt, was meine Schmerzgrenze ist und er hat den Wagen seinen Partnern zum Kauf angeboten.

Eigentlich wollte er mich dann am Mittwoch anrufen, leider hat er das offensichtlich vergessen. Meiner Meinung nach ein no go wenn es um Dienstleistung geht. Also habe ich gestern selbst dort angerufen und er hat mir mitgeteilt, dass einer seiner Partner mit 4.000€ bietet. 1.450€ weniger, als auf der Webseite angegeben.

Also noch mal hin und den Wagen technisch prüfen lassen. Noch mal zu Erinnerung. Der Wagen stand ein halbes Jahr nur in der Garage und wenn er bewegt wurde, dann für lange Strecke. Außerdem war der Wagen Ende Dezember in der großen Inspektion und es wurde nur gesagt, dass die Bremsen bei der nächsten Inspektion getauscht werden müssen.

Also hat er sich den Wagen angeschaut, irgendwas am Auspuff entdeckt, die Bremsen moniert und mir immer wieder erklärt, dass er ja an mobile.de auch eine Gebühr zahlen müsste.

Am Ende stand das Angebot von 3.700€. 1.750€ weniger, als ursprünglich angegeben.

Ich habe den Wagen dann trotzdem verkauft, weil ich bei einem Verkauf an Privat möglicherweise mehr bekommen hätte, aber der Aufwand auch größer gewesen wäre.

Meine Konsequenz ist, wenn ich noch mal ein Auto verkaufe, dann werde ich den vorher erst in die Werkstatt bringen, dort alles Macken beseitigen lassen und dann zum Aufbereiter, damit der Wagen glänzt wie neu.

Dann hat man zumindest noch die Chance an den auf der Webseite angegeben Preis zu kommen. Hat allerdings vorher auch ordentliche Kosten.

Ich war nicht wirklich begeistert und bin immer noch ein wenig schockiert, welchen Wertverlust ein Auto hat. Immerhin hatte der Wagen nicht mal 60.000km runter. Das ist für ein Auto mit nicht mal 8 Jahren Alter einfach nichts.

Fakt ist, lasst euch von den Preisen, die euch laut Homepage angeboten werden, nicht täuschen, da das der Wiederverkaufswert für einen Wagen ist, der in einem top Zustand ist und nicht gebraucht.