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11. September 2011

Och Menno, da sind drei Wochen Urlaub nun eigentlich und unwiderruflich vorbei. Morgen trifft nicht wieder der gleiche alte Trott wie immer. Und es sieht nicht so aus, als würde sich das irgendwann mal ändern.

Aber die letzten Tage meines Urlaubs habe ich wenigstens noch sehr angenehm verlebt. Letzten Sonntag z.B. war ich mit einem Teil meiner Familie (logischerweise waren die Kids dabei) im Zoo in (Scheiß-)Hannover. Der Zoo ist nett gemacht, aber den Eintrittspreis von über 20€ rechtfertigt es nicht. So ist an den Käfigen quasi nichts an Informationen zu den Tieren zu finden. Einige wenige Kurzinfos, aber ohne Wikipedia auf dem Handy ist man aufgeschmissen. Trotzdem war es ein netter, aber sehr anstrengender Ausflug.

Richtig super wurde es dann am Dienstag und Mittwoch. Ich durfte mir eine Magen-/Darmspiegelung antun. Das klingt allerdings schlimmer als man erst mal denkt. Unangenehm ist dieses komische Zeug was man am Tag vorher und morgens vor der Spiegelung trinken muss, da es einfach nur ekelhaft schmeckt. Es riecht ein wenig nach Zitrone, aber schmecken tut es, als wenn das schon jemand anders getan hätte.

Die eigentliche Spiegelung war harmlos. Man bekommt vorher ein wenig Propofol und verschläft die ganze Aktion eigentlich. Ok, nach der Magenspiegelung kratzt der Hals ein bisschen, aber das hält man ohne Schmerztabletten aus. Das ist wirklich nur ein kleines Kratzen.

Dementsprechend waren Dienstag und Mittwoch im Eimer. Außer auf dem Sofa habe ich mich quasi nirgendwo aufgehalten. Aber dafür war ich ja auch krankgeschrieben. Also ein fairer Ausgleich.

Aber toll war, dass ich es endlich mal geschafft habe regelmäßig zu McFit zu gehen. Normalerweise schaffe ich es nicht mehr als ein Mal die Woche hinzugehen. Aber diese Woche hab ich es vier Mal geschafft. Das tat so gut.

Heute war dann der letzte Tag meines Urlaubs. Aber den habe ich wenigstens halbwegs ordentlich verbracht. Wir waren beim Tag des offenen Denkmals in Wolfenbüttel. Dort haben wir uns das Gärtnereimuseum, die alte Panzerhalle und die ehemalige Domschänke angeschaut. Leider war das alles nicht so toll. Aber dafür sind wir ein wenig rausgekommen. Und da ich eh meine Ersatzteile aus Hannover holen musste, hat das alles gepasst.

Nun ist es vorbei. Der Jahrestag des 11. September 2001. Ironie des Schicksals, das mein Urlaub genau an diesem Tag endet. Ein allgemeiner Trauertag.

17. September 2010 – Müritz Tag 7

Heute ist der letzte Tag unseres Urlaubs. Schon ein komische Gefühl.

Heute haben wir nur einen kurzen Ausflug nach Buchholz gemacht. Das sind ca. 11 km. Aber eine schöne Strecke über den Müritzarm.

Heute Abend werden wir Essen gehen und danach fangen wir an unsere Sachen zu packen, da wir das Boot morgen um spätestens 10 Uhr abgeben müssen.

Damit ist dann meine 2. Urlaubswoche vorbei. Schade.

16. September 2010 – Müritz Tag 6

Wir haben es heute gewagt und sind von Röbel nach Rechlin in den Heimathafen gefahren. Die Sturmwarnung haben wir einfach mal ignoriert. Was blieb uns anderes übrig, spätestens Freitag hätten wir sowieso zurückfahren müssen.

Aber war keine Butterfahrt. Die Müritz hat alles dran gelegt uns ordentlich durchzuschütteln. Wir sind aber trotzdem heile angekommen. Es waren ja auch nur knapp über 11 km.

Da wir schon gegen 13 Uhr in Rechlin angekommen sind, mussten wir und noch überlegen was wir den Rest des Tages machen. Bei dem Sturm hatten wir einfach keine Lust mehr noch eine kurze Tour zu fahren.

Also sind wir vom Boot aufs Auto umgestiegen und sind nach Waren gefahren. Waren ist eine niedliche aber komplett auf Tourismus ausgelegte Stadt. Aber die Fußgängerzone direkt am Hafen ist ganz toll renoviert worden.

Der Schreck kam erst, als wieder in Rechlin angekommen sind. Beim Anlegen hat uns ein anderes Boot gerammt und eins der Küchenfenster komplett in unsere Küche verteilt. Jetzt haben wir eine Plane vor dem Fenster. Aber das soll uns nicht stören. Es ist ansonsten ja alles in Ordnung.

Morgen ist unser letzter Tag und sofern es das Wetter zulässt fahren wir kurz nach Buchholz und dann wieder zurück nach Rechlin.

15. September 2010 – Müritz Tag 5

Heute morgen um halb 10 ging es los von Mirow nach Röbel. Es lag zum Glück nur eine Schleuse vor uns, aber die hatte es in sich.
3,40 Meter Hub ist schon eine Hausnummer. Aber wir haben das ohne Probleme gemeistert.

Danach ging es auf die kleine Müritz. Das Wetter war gut, die Sonne schien und es war windig. Dementsprechend wackelig war es.

Aber richtig wackelig wurde es dann auf der Müritz. Man kann gar nicht richtig einschätzen wie groß die Müritz ist, wenn man nicht drauf gefahren ist.

Allerdings mussten wir auf der Müritz dann feststellen, dass eine Karte und Fernglas einem Handy mit GPS nicht gewachsen sind. Ohne Letzteres hätten wir Röbel nicht gefunden. Wir sind an der Bucht einfach vorbeigefahren, weil Röbel von der Fahrrinne aus nicht zu sehen war.

In Röbel haben wir erst am Stadtanleger festgemacht und uns die Stadt ein wenig angesehen. Da der Stadtanleger aber keine sanitären Einrichtungen hatte, haben wir uns auf den Weg zum Wasser-Center Röbel gemacht.

Da dort keine Liegeplätze frei waren, sind wir weiter zum Yachthafen. Dort hat sich das Anlegen als etwas kompliziert erwiesen, weil der Wind das Schiff immer vom Kurs weggedrückt hat. Ns ja, wir haben dabei halt ein anderes Schiff leicht berührt. Aber die Ehefrau vom Kapitän sah aus, als wenn Sie kurz vorm Herzinfarkt stehen würde. Gut, vielleicht sieht die auch immer so aus ;-)

Ende gut, alles gut. Wir liegen und werden uns einen schönen Abend machen. Morgen müssen wir San sehen wie stark der Wind ist, weil bei Windstärke 6 für uns Schluss ist und dann müssen wir in Röbel bleiben.

Hier übrigens unsere heutige Route.

14. September 2010 – Müritz Tag 4

Heute wurden wir vom neuen Tag mit Regen überrascht. Und das hielt sich auch den ganzen Tag. Erst am Nachmittag hörte es auf zu regnen, aber auch nur für kurze Zeit.

In Rheinsberg losgefahren sind wir gegen 09:30 Uhr. Die Route führte vorbei an der Marina Wolfsbruch, durch die Schleusen Wolfsbruch, Canow und Diemitz über diverse Seen (die Route gibt es hier) nach Mirow.

In Mirow selbst gibt es nichts von Interesse. Ein paar Läden, ein Schloss und eine Kirche. Niedlich, aber nichts besonderes.

Aber letzte Nacht konnte ich dafür richtig gut schlafen. Ohropax sei Dank ;-)

So langsam merkt man aber, dass wir schon ein paar Tage unterwegs sind. Die Anlegemanöver gehen immer einfacher von der Hand und es schleicht sich in viele Sachen Routine ein.

Ich denke das macht die Erhohlung.

13. September 2010 – Müritz Tag 3

Nachdem gestern ein traumhafter Tag an der Mecklenburgischen Seenplatte war, wurden wir heute morgen von Regen geweckt. Das war nicht wirklich toll.

Aber gegen frühen Nachmittag wurde es dann doch wieder schön und ich konnte noch Fotos machen.

Wir sind gegen 11 Uhr in der Marina Wolfsbruch losgefahren und sind Mittags in Rheinsberg angekommen. Da Rheinsberg ein wunderschönes Schloss hat und die Stadt auch niedlich ist, haben wir uns entschieden in Rheinsberg zu bleiben.

Kurz vor Rheinsberg hatten wir dann doch eine kurze Schrecksekunde. An einer Brücke war der Kanal hinter der Brücke nicht einzusehen. Als wir grade durchfahren wollten, kam uns ein Fahrgastschiff entgegen. Dummerweise haben die immer Vorfahrt.
Also mussten wir zurück und das war nicht ganz einfach, weil die Kanäle nicht wirklich breit sind.

Aber dafür hat uns dann Rheinsberg entschädigt. Wir haben uns das Schloss angeschaut und dann die Stadt.

Das Schloss ist ähnlich wie in Potsdam, nur kleiner. Und die Stadt ist wirklich niedlich. Allerdings wurden wir von einem starken Regenschauer überrascht. Aber dafür gibt es ja Cafés.

Nach dem Schauer sind wir kurz einkaufen gegangen und ich habe mir Ohropax gekauft. Ich hoffe diese Nacht wird dadurch ruhiger.

Morgen geht es nach Mirow zum Stadtanleger.