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Ein Abgesang an Windows

Sehr geehrter Herr Bill Gates,

warum haben Sie uns Windows angetan? Ich frage das, weil ich nicht verstehen kann, wie dieses Betriebssystem so erfolgreich werden konnte, obwohl es eigentlich vollkommen benutzerunfreundlich ist.

Angefangen bei der Installation. Die Routine möchte, dass man Partitionen anlegt. Gut und schön, aber warum gibt es für Anfänger oder für die schnelle Installation nicht einen Button “automatisch erstellen”? Dann wird einfach vom System eine Systempartition und eine Datenpartition angelegt. Wer selbst Hand anlegen möchte, der kann das ja trotzdem tun.

Nach der Installation. Warum ist z.B. kein PDF Viewer im System vorhanden? Alle anderen Systeme können die Dateien von sich aus ohne Zusatzsoftware anzeigen. Liegt es nur an den Lizenzgebühren oder einfach daran, dass Sie an einem toten Format festhalten wollen (XPS)? Das ist nicht anwenderfreundlich.

Und dann die ganzen Sicherheitslücken. Natürlich entstehen viele Lücken dadurch, dass Fremdsoftware installiert wird, aber das System an sich besteht quasi aus Sicherheitslücken. Wie sonst kann man erklären, dass alle paar Tage eine neue Lücke entdeckt wird und auf kurz oder lang per Update mehr oder minder geschlossen wird?

Um ein einfaches Beispiel zu bringen: Mein Vater nutzte Windows. Andauernd kamen Anrufe nach Art “Hilfe, mein PC spinnt” oder “Ich glaub, Windows ist kaputt”. Seit ich ihn auf das System mit dem Apfel umgestellt habe, kommen diese Anrufe nicht mehr und er arbeitet sich in das System ein, ohne dass er mich dafür braucht.

Lieber Herr Gates. Eine eierlegende Wollmilchsau wird es nicht geben, aber Windows könnte viel besser sein, wenn man einfach mal versuchen würde, das System ordentlich zu schreiben und nicht immer mehr überflüssige Funktionen einzubauen, die entweder kaum jemand versteht oder die einfach nur überflüssig sind.

Ergebenst

Ein Anwender

PS: Windows 7 ist Windows 98 nur bunter und nicht besser!

25 Jahre Windows

Am 20. November 1985 ist zum ersten Mal Microsoft Windows über die Ladentheke gegangen. Damit brach die Ära des, statistisch gesehen, erfolgreichsten Betriebssystems aller Zeiten an.

Ob das wirklich so toll ist spiegelt sich in der Geschichte von Windows wieder. Am Anfang war Windows 1.0, was auf MS DOS aufsetzte und einfach nur eine grafische Oberfläche für DOS sein sollte. Allerdings konnte das System noch nicht wirklich viel, trotzdem war es eine echte Innovation.

Die folgenden Systeme Windows 2.0 und 3.0 waren zwar teilweise verbessert worden, aber noch nicht das Massenprodukt schlechthin. Erst mit Windows 3.1 und Windows 3.11 kam ein System heraus, welches richtiges Multitasking beherrschte und in der Lage war, auch große Auflösungen anzuzeigen. Das war der Anfang des Siegeszuges von Windows.

In den folgenden Jahren wurde Windows immer weiter verbessert und es kamen diverse neue Versionen auf den Markt. beispielsweise Windows NT. NT war allerdings für Unternehmen gedacht und als Windows 95 auf den Markt kam ging der massenhafte Einzug in die privaten Haushalte los.

Windows 95 brauchte aber schon drei Versionen (Windows 95a, 95b und 95c) um alle gravierenden Fehler zu beseitigen. Windows 98 war da auch nicht besser. Erst die Second Edition konnte als stabiles Betriebssystem bezeichnet werden (sofern man bei Windows von sowas sprechen kann).

Und dann kam das Debakel um Windows ME. Die Millenium Edition von Windows sollte eigentlich auf Windows 98 aufsetzen und die Reihe weiterführen, aber das System war ein Flop. Langsam, instabil, und fast nur Fehler. Erst nach hunderten von Updates nnte man das System halbwegs nutzen.

Windows 2000 war das erste so richtig erfolgreiche System von Microsoft, dass sich bis heute auf vielen Computern in Unternehmen und privaten Haushalten finden lässt. Es lief stabil und hatte eine gute Treiberunterstützung zu bieten. Außerdem konnte Windows 2000 auch in großen Unternehmensnetzen an die Domänenserver angebunden werden. Mittlerweile ist der Support für Windows 2000 von Microsoft eingestellt worden.

Der Nachfolger Windows XP war ein gelungenes System. Stabil, in verschiedenen Varianten, mit ansehnlicher Benutzeroberfläche und endlich auch von Hardware- und Softwareherstellern richtig akzeptiert.
Kein Wunder, dass sich das System bis heute noch auf den meisten Computern weltweit findet.

Nach Windows ME konnte sich Microsoft eigentlich keinen Fehler mehr leisten. Und doch wurde Windows Vista rausgebracht. Einige tolle neue Funktionen und eine komplett überarbeitete Benutzeroberfläche reichten aber nicht aus um über die diversen Probleme hinwegsehen zu lassen. Langsam, kaum Treiberunterstützung, unübersichtliche Installation und Ressourcenhungrig wie nichts gutes. Mal wieder ein Flop.

Aktuell ist Windows 7. Das System an sich macht einen guten Eindruck, aber im Zweifel auch nur, weil Microsoft endlich das Endanwendersystem und das Serverbetriebsystem mit dem gleichen Kernel entwickeln und damit besser das Zusammenspiel der Systeme testen und steuern können. Windows 7 könnte das erfolgreichste Windows aller Zeiten werden.

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Das war die Geschichte und ich habe mich mit Kritik zurückgehalten. Aber Windows ist ein Krampf. Ein Treiber ist schlecht programmiert, Bluescreen mit wirren Fehlermeldungen aus denen man selten schlau wird. Selbst die Knowledgebase vom Softwarehaus aus Redmond kann nur ungefähr sagen, welcher Fehler vorliegt. Also mehr suchen als alles andere.

Besonders peinlich finde ich in Zeiten von USB Sticks, dass man immer noch eine Treiberdiskette vorhalten muss um Treiber von exotischen Controllern während der Installation von z.B. Server 2003 einzubinden.
Oder dass z.B. bei der Anmeldung an Windows eine Meldung kommt, dass ein Treiber oder Dienst nicht geladen werden kann und man doch im Ereignissprotokoll schauen soll. Dumm nur, wenn dort entweder gar nichts drin steht und wenn doch, dann keine richtige Fehlermeldung, sondern “wenden Sie sich an Ihren Administrator”. Blöd nur, wenn genau der wissen möchte was für ein Fehler aufgetreten ist.

Jedes System hat seine Vor- und Nachteile, aber Windows hat mehr Nachteile. Ich persönlich arbeite zu Hause nur noch mit Mac OS von Apple und bei mir funktioniert alles ohne dass ich alle paar Tage vor meinem Mac Sitze und mich wundere, warum etwas was immer funktioniert hat auf einmal nicht mehr geht.

Deswegen der schöne Spruch:
- Linux für Server
- Mac für die Arbeit und
- Windows zum Zocken!

Google Android – Versionsdurcheinander

google bietet von seinem handybetriebssystem android inzwischen 5 verschiedene versionen an. normalerweise ist es ja in der edv welt nun so, dass die hersteller immer die aktuellste betriebssystemversion auf ihren produkten installieren. leider gilt das bei handys nicht.

apple geht dabei einen anderen weg. da die hardware und das betriebssystem von einem hersteller kommt, kann apple die versionen besser pflegen und kann es sich auch erlauben einfach den support für alte versionen einzustellen.

bei google ist das anders. google hat die versionen von android immer weiter verbessert und dabei auch die systemvoraussetzungen immer weiter nach oben geschraubt. dadurch kommt es auch, dass immer noch handys mit der version 1.6 von android auf den markt kommen. version 1.5 kommt zum glück quasi nicht mehr vor.

google hat aber im gegensatz zu apple noch eine andere möglichkeit für die handyhersteller eröffnet. die hersteller können das system ihren ansprüchen entsprechend anpassen. so fügt htc z.b. die oberfläche sense auf seinen handys hinzu und ändert dadurch das aussehen von android komplett ab.

nun aber zum punkt meines artikels. ich habe mit ulf vorhin ein wenig diskutiert, warum so viele neue handys immer noch mit uralten versionen von android auf den markt kommen.

soweit ich weiß wollen die hersteller alle geld sparen. das ist ja normal. geld bei der produktion sparen und das gerät trotzdem für viel geld verkaufen.

nehmen wir mal mein beispiel. ich habe das htc legend. auf diesem gerät ist android 2.1 installiert. ein update auf die aktuelle version 2.2 ist noch nicht ausgeliefert. warum? tja, die version 2.2 wurde am 20. mai 2010 freigegeben, allerdings nur für das google nexus one. erst mitte/ende juni wurde die version für alle telefone freigegeben. also sitzt htc nun am update und muss sehen, dass die oberfläche sense an die neue version angepasst wird.

viele hersteller vermeiden aber den aufwand und lassen das telefon auf der alten version. abgesehen davon, dass häufig auch die anforderungen an die hardware für die geräte zu hoch sind.

im endeffekt ist es so, dass man zwar ein günstiges android handy kaufen kann, dann aber auf grund des kleinen bildschirms o.ä. auf viele apps aus dem store verzichten muss. außerdem muss man mit einem veralteten betriebssystem leben und braucht auch keine hoffnung auf ein update zu haben.

alternativ kann man sich ein android handy mit version 2.1 kaufen, was auf jeden fall das upgrade erfährt. dummerweise sind diese handys dann auch gleich mehrere hundert euro teuer trotz subventionierung.

wer ein handy kauft hat also weiter die qual der wahl. das einzige was ich empfehlen kann ist zum nächsten händler zu gehen und sich dort die handys anzuschauen. dazu noch testberichte im internet lesen und vorzugsweise im bekanntenkreis oder per twitter schauen, ob jemand einen praxisbericht liefern kann.

lasst euch aber auf keinen fall ein handy mit version 1.6 oder 2.0 andrehen. es sollte schon version 2.1 sein, denn dann ist die wahrscheinlichkeit eines updates auf aktuelle versionen sehr hoch.