Am 20. November 1985 ist zum ersten Mal Microsoft Windows über die Ladentheke gegangen. Damit brach die Ära des, statistisch gesehen, erfolgreichsten Betriebssystems aller Zeiten an.
Ob das wirklich so toll ist spiegelt sich in der Geschichte von Windows wieder. Am Anfang war Windows 1.0, was auf MS DOS aufsetzte und einfach nur eine grafische Oberfläche für DOS sein sollte. Allerdings konnte das System noch nicht wirklich viel, trotzdem war es eine echte Innovation.
Die folgenden Systeme Windows 2.0 und 3.0 waren zwar teilweise verbessert worden, aber noch nicht das Massenprodukt schlechthin. Erst mit Windows 3.1 und Windows 3.11 kam ein System heraus, welches richtiges Multitasking beherrschte und in der Lage war, auch große Auflösungen anzuzeigen. Das war der Anfang des Siegeszuges von Windows.
In den folgenden Jahren wurde Windows immer weiter verbessert und es kamen diverse neue Versionen auf den Markt. beispielsweise Windows NT. NT war allerdings für Unternehmen gedacht und als Windows 95 auf den Markt kam ging der massenhafte Einzug in die privaten Haushalte los.
Windows 95 brauchte aber schon drei Versionen (Windows 95a, 95b und 95c) um alle gravierenden Fehler zu beseitigen. Windows 98 war da auch nicht besser. Erst die Second Edition konnte als stabiles Betriebssystem bezeichnet werden (sofern man bei Windows von sowas sprechen kann).
Und dann kam das Debakel um Windows ME. Die Millenium Edition von Windows sollte eigentlich auf Windows 98 aufsetzen und die Reihe weiterführen, aber das System war ein Flop. Langsam, instabil, und fast nur Fehler. Erst nach hunderten von Updates nnte man das System halbwegs nutzen.
Windows 2000 war das erste so richtig erfolgreiche System von Microsoft, dass sich bis heute auf vielen Computern in Unternehmen und privaten Haushalten finden lässt. Es lief stabil und hatte eine gute Treiberunterstützung zu bieten. Außerdem konnte Windows 2000 auch in großen Unternehmensnetzen an die Domänenserver angebunden werden. Mittlerweile ist der Support für Windows 2000 von Microsoft eingestellt worden.
Der Nachfolger Windows XP war ein gelungenes System. Stabil, in verschiedenen Varianten, mit ansehnlicher Benutzeroberfläche und endlich auch von Hardware- und Softwareherstellern richtig akzeptiert.
Kein Wunder, dass sich das System bis heute noch auf den meisten Computern weltweit findet.
Nach Windows ME konnte sich Microsoft eigentlich keinen Fehler mehr leisten. Und doch wurde Windows Vista rausgebracht. Einige tolle neue Funktionen und eine komplett überarbeitete Benutzeroberfläche reichten aber nicht aus um über die diversen Probleme hinwegsehen zu lassen. Langsam, kaum Treiberunterstützung, unübersichtliche Installation und Ressourcenhungrig wie nichts gutes. Mal wieder ein Flop.
Aktuell ist Windows 7. Das System an sich macht einen guten Eindruck, aber im Zweifel auch nur, weil Microsoft endlich das Endanwendersystem und das Serverbetriebsystem mit dem gleichen Kernel entwickeln und damit besser das Zusammenspiel der Systeme testen und steuern können. Windows 7 könnte das erfolgreichste Windows aller Zeiten werden.
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Das war die Geschichte und ich habe mich mit Kritik zurückgehalten. Aber Windows ist ein Krampf. Ein Treiber ist schlecht programmiert, Bluescreen mit wirren Fehlermeldungen aus denen man selten schlau wird. Selbst die Knowledgebase vom Softwarehaus aus Redmond kann nur ungefähr sagen, welcher Fehler vorliegt. Also mehr suchen als alles andere.
Besonders peinlich finde ich in Zeiten von USB Sticks, dass man immer noch eine Treiberdiskette vorhalten muss um Treiber von exotischen Controllern während der Installation von z.B. Server 2003 einzubinden.
Oder dass z.B. bei der Anmeldung an Windows eine Meldung kommt, dass ein Treiber oder Dienst nicht geladen werden kann und man doch im Ereignissprotokoll schauen soll. Dumm nur, wenn dort entweder gar nichts drin steht und wenn doch, dann keine richtige Fehlermeldung, sondern “wenden Sie sich an Ihren Administrator”. Blöd nur, wenn genau der wissen möchte was für ein Fehler aufgetreten ist.
Jedes System hat seine Vor- und Nachteile, aber Windows hat mehr Nachteile. Ich persönlich arbeite zu Hause nur noch mit Mac OS von Apple und bei mir funktioniert alles ohne dass ich alle paar Tage vor meinem Mac Sitze und mich wundere, warum etwas was immer funktioniert hat auf einmal nicht mehr geht.
Deswegen der schöne Spruch:
- Linux für Server
- Mac für die Arbeit und
- Windows zum Zocken!