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März 28th, 2011

Atomkraftausstieg? Ja, Nein, Vielleicht, gegen Bezahlung?

Politik und Gesellschaft, by wutti.

Seit in Japan zwei Atomkraftwerke kurz vor der Kernschmelze stehen und die japanische Regierung nicht wirklich mit qualifizierten Informationen glänzt, hat die Bundesregierung mal wieder dem Volkeswunsch entsprochen und diverse Atommeiler abgeschaltet.

Nun muss man sich aber mal die Situation vor Augen führen. Die Menschen gehen auf die Straße und verlangen einen sofortigen Atomausstieg und diverse Parteien stimmen mit ein. Sogar die CDU, ihres Zeichen die Partei die vor nicht langer Zeit den Atomausstieg verschoben hat, stimmt nun nach und nach mit in die Atomausstiegsforderungen ein.

Nun stellen wir uns mal vor, der Wunsch würde in Erfüllung gehen. Damit würden auf einen Schlag 22,7% unserer Stromerzeugung verloren gehen. Die Frage ist in dem Moment, wie fängt man das ab? Die erneuerbaren Energien wären eine Möglichkeit, aber die machen im Moment nur 15,9% der deutschen Stromerzeugung aus. Wenn man sich also die Differenz anschaut, dann ist das Anteilsmäßig eine ganze Menge, was noch aufgeholt werden muss.

Ein Atomausstieg ist auf mittel- und langfristige Sicht auf jeden Fall die richtige Entscheidung, aber erst muss geklärt werden, wie man die Stromversorgung in Deutschland zuverlässig sichern kann und vor allem muss dafür gesorgt werden, dass der Strom nicht signifikant teurer wird, da die Lebenshaltungskosten sowieso schon stark steigen und es wird in Zukunft nicht so sein, dass wir weniger Strom verbrauchen werden.

Außerdem bedeutet ein Atomausstieg auch den Verlust von Arbeitsplätzen und das muss ebenfalls vermieden werden. Und das Argument, dass mit den erneuerbaren Energien neue Arbeitsplätze geschaffen werden ist falsch, da ein Techniker in einem Atomkraftwerk ein Spezialist auf seinem Gebiet ist und erst aufwändig umgeschult werden müsste und davor schrecken die meisten Arbeitgeber zurück.

Alles in allem ist nun die Politik gefragt und zusätzlich die verschiedenen Interessenverbände. Stimmung machen kann jeder, aber Lösungen finden und konkrete Pläne erarbeiten und präsentieren, dass bedarf schon etwas mehr als das, was Frau Merkel und alle anderen gerade machen.

Nur wenn alle zusammenarbeiten, dann können diese Probleme gelöst werden und alle Parteien und Beteiligten zufriedenstellen. Die Atomgegner, die Atomlobby, die Politik und die einfache Bevölkerung.

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