aus der zeit von gerhard schröder und peter hartz kommt nun ab 01. januar 2010 das elena-verfahren (elektronischer entgeltnachweis). vom prinzip her ein sehr praktisches verfahren, da mit diesem verfahren die abfrage von beschäftigungszeiträumen und ähnlichen daten beim arbeitgeber entfallen. das soll z.b. das arbeitsamt entlasten, für das auch dieses verfahren eigentlich gedacht ist.
durch die elektronische speicherung der daten kann das arbeitsamt schneller über leistungsansprüche entscheiden, da die arbeitgeber die daten des arbeitnehmers digital übertragen dürfen. außerdem kann auf die daten die kindergeldstelle und die justizbehörden zugreifen, wenn es z.b. um unterhaltszahlungen geht.
die genaue funktion mit der chipkarte und dem zertifikat etc. kann man bei wikipedia nachlesen.
eigentlich hört es sich ja gar nicht so schlecht an. mit dem verfahren könnte bei behörden bzw. beim arbeitsamt alles schneller gehen und die papierflut wäre auch eingedämmt. aber weit gefehlt.
zum einen wird es gefährlich, weil in einer zentralen datenbank massenweise daten von arbeitnehmern gespeichert werden und jedesmal, wenn daten zentral gespeichert werden besteht die gefahr, dass sich nicht authorisierte personen zugriff verschaffen oder z.b. der staat die rahmenbedingungen ändert und auch andere behörden, z.b. polizeibehörden, zugriff auf die daten bekommen. ein gutes beispiel ist die lkw maut. erst nur zur abrechnung geplant, nun wird auch in einzelfällen für die fahndung verwendet.
zum anderen werden auch abmahnungen, fehlzeiten, streikbeteiligungen, aussperrungen etc. gespeichert. das birgt die gefahr, dass irgendwann zukünftige arbeitgeber zugriff auf die daten bekommen und damit daten eines zukünftigen arbeitnehmers bekommen, die in deren händen nichts verloren haben.
sofern nicht unmissverständlich festgelegt ist, wer genau auf die daten zugriff haben darf und die absolute sicherheit der daten gewährleistet ist, finde ich dieses system zu gefährlich und als angestellter arbeitnehmer kann ich dem ganzen nicht guten gewissens meine zustimmung geben. leider hat der normale bürger auf sowas aber keinen einfluss, da die politik ja nicht mehr für den bürger arbeitet oder regiert, sondern um die eigene macht zu vergößern und sich nicht um die probleme des bürgers kümmert.
armes deutschland.