wutti's life

wutti's blog

September 25th, 2009

Selbstbau-NAS mit Intel Atom und FreeNAS

.Mac / Technik, by wutti.

ich hatte mir ja vor einiger zeit ein nas von raidsonic gekauft und war damit grundsätzlich auch zufrieden. allerdings konnte das gerät aus irgendwelchen gründen mit meiner festplatte nichts anfangen. außerdem waren die datenraten von mac os zu dem gerät wirklich miserabel. auch rumprobieren oder das nachinstallieren von afp hat keine abhilfe geschaffen.

da ich aber gerne mit time machine meine datensicherung auf dem nas machen wollte, wozu sollte ich mir auch sonst eine 1,5 tb festplatte reinbauen, musste ich die konsequenzen ziehen und habe das gerät aus meinem netz entfernt und mir mein nas selbst zusammengebaut.

zuerst ging es auf die suche nach passender hardware. das war gar nicht so einfach. die hardware sollte nach möglichkeit sehr sparsam sein und gleichzeitig natürlich auch leise. da bot sich ein atom mainboard mit single core atom n270 an, da diese boards in der regel lüfterlos sind und trotzdem halbwegs ordentliche geschwindigkeit bietet.

bei hoh wurde ich dann fündig. ein Intel Essential Series D945GSEJT, i945GSE bulk board mit einem intel atom n270. dieses board hat mir den vorteil geboten, dass ich meinen vorhandenen 512 mb ddr2 so-dimm verbauen konnte. allerdings vorsicht bei diesem board. ich musste mir für viel geld (über 70€) ein externes 12 volt netzteil bei conrad kaufen. das treibt den preis für das nas natürlich nach oben.

dazu brauchte ich natürlich noch ein gehäuse. leider ist die ausbeute an halbwegs ordentlichen mini-itx gehäusen in akzeptablen preisrahmen nicht besonders groß. also habe ich mich für ein Lian Li PC-Q07 Mini-ITX Tower in schwarz entschieden. dieses gehäuse bietet ausreichend platz für eine 3,5″ und eine 2,5″ festplatte. man könnte auch ein dvd-laufwerk einbauen, aber das habe ich mir gespart, weil man dieses nur für die installation von freenas benötigt. theoretisch könnte man auch ein normales atx netzteil einabauen, aber mein board braucht ja nur ein externes netzteil.

zu guterletzt habe ich mir noch ein Supertalent Pico-C Chrom Serie 2GB USB 2.0 stick gekauft, auf dem ich später das betriebssystem installiert habe, damit meine festplatte einwandfrei in den ruhezustand fahren kann.

nachdem alles angekommen war, habe ich mich an den zusammenbau gemacht. das war zum glück sehr einfach, weil das gehäuse gleich schwingungsdämpfer für die festplatte mitliefert und sich außerdem vollständig zerlegen lässt. nach etwa einer stunde war alles eingebaut und angeschlossen.

vor der installation von freenas hatte ich ein wenig panik, weil ich ja keine ahnung von dem system hatte, aber im endeffekt ist es total einfach. einfach das live-image runterladen und auf cd brennen. kurz für die installation ein dvd- oder cd-laufwerk ins nas einbauen und von der cd starten und dann einfach der anleitung von ulf folgen. damit ist die einrichtung im handumdrehen gemacht.

gestern abend habe ich dann angefangen daten zu übertragen und war freudig überrascht. per w-lan laufen jetzt etwa 10mb/s über die “leitung” und werden aufs nas übertragen. also doch alles gut zum ende :-)

– Update –

inzwischen bin ich weg von freenas, weil das system mit meiner festplatte nichts anfangen konnte und den spindown nicht angewandt hat. als system bin ich nun zu ubunut 9.10 server ausgewichen und habe einfach smb, afp und einen einfachen ftp server installiert und damit fährt die festplatte auch runter und läuft nur auf anfrage.

Back Top

Responses to “Selbstbau-NAS mit Intel Atom und FreeNAS”

  1. Stromverbrauch ist echt so ein Thema für sich. Ich möchte nicht wissen, wie viele Stromfresser ich bei mir stehen habe.

  2. Hi prodigy7,

    sorry, habe den Post eben erst gesehen. Das System braucht im Ruhezustand etwa 21 Watt und unter Volllast etwa 28 Watt.
    Als Festplatte kommt eine Samsung Spinpoint F2 ECOGREEN HD154UI 1,5TB zum Einsatz.
    Das Netzteil ist ein normales externes Netzteil, was aber mind. 40 Watt Leistung bringen muss, weil das NAS unter Spitzenlast um die 35 Watt ziehen kann und bei weniger entweder das Netzteil oder auch die Hardware schaden nehmen kann.

    Gruß
    wutti

  3. Hi,

    dank Google bin ich auf dein Selbstbauprojekt gestoßen. Ich hätte mal die Frage, wie hoch der Stromverbrauch von deinem NAS-Teil ist. Zudem welche Festplatte(n) du verbaut hast, damit ich für mich mal den reinen Stromverbrauch des Systems ohne Platten ausrechnen kann. Momentan habe ich ja noch “gehackte” NAS nur irgendwie habe ich keine Lust mehr, immer irgendwelche Spezialkernel zu compilieren und irgendwelche Fallstricke beachten zu müssen.
    Es wäre auch gut, wenn du das Netzteil nochmal genau benennen könntest – der Link zu Conrad funktioniert nicht mehr.

    Viele Grüße
    prodigy7

  1. No trackbacks yet.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*