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Oktober 30th, 2008

30. Oktober 2008

Tagebuch, by wutti.

so, nun wohne ich seit 3 jahren und einem tag in hildesheim. und ich muss zugeben, ich hab mich zwar inzwischen ein wenig eingelebt, aber so richtig doll immer noch nicht.

ich bin ja damals ja wegen des jobs nach hildesheim gezogen und habe nun nach drei jahren festgestellt, dass es doch eine absolute fehlentscheidung war. natürlich freut man sich drüber, wenn man nach der ausbildung einen halbwegs festen job findet, aber dass was da gelaufen ist möchte ich echt niemandem zumuten. meiner meinung nach zu wenig geld, auch wurden zusagen meiner meinung nach nicht gehalten und es wird alles vergiftet, weil sich niemand traut etwas zu sagen oder irgendwas zu ändern.

also habe ich aus vollkommen fadenscheinigen gründen meine kündigung erhalten und natürlich die firma verklagt. aber um die öffentlichkeit zu meiden, wurde halt ein vergleich geschlossen, mit dem ich allerdings auch leben kann. ich bin ehrlich froh, dass ich dort nicht mehr arbeiten muss, weil ich so wieder ein leben führen kann und nicht jederzeit fürchten muss, dass man wegen nix eins aufn deckel bekommt, nur weil jemand sich irgendwie nicht richtig informiert hat oder nur das gehört hat, was er hören wollte.

ansonsten muss ich ganz klar sagen, dass ich hier nette leute kennengelernt habe, auch außerhalb der arbeit und mich mit denen auch super verstehe. und bedingt durch die aufgabe des alten hauses meiner eltern, wüßte ich eh nicht, warum ich nach wolfenbüttel zurückgehen sollte. und in hildesheim hält mich auch nicht so richtig was. nur eine sache und das ist halt schwierig.

aber ich hoffe, dass es mit der zeit alles gut wird. ich arbeite an mir ein paar sachen zu ändern. hoffentlich klappt das und ich kann dann in zukunft auch mal glücklich werden ;-) aber immerhin bin ich glücklich genug, dass ich mir nun was neues suchen kann und mich nicht mehr knechten lassen muss :-)

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Responses to “30. Oktober 2008”

  1. Mein lieber Wutti,

    ich komme nicht “drum herum”, zwei,drei Zeilen zu Deinem Artikel zu schreiben.

    Klar,
    bist Du vor den 3 Jahren einen im Leben wichtigen Schritt gegangen (zu Hause ausziehen, in eine andere Stadt, neue Leute kennenlernen, seinen sch… selber machen). Das ist aber auch gut so!

    Auch wenn Hildesheim vielleicht nicht der Nabel der Welt ist, war das damals gut und richtig! Ganz sicher ergibt sich bald etwas neues und vielleicht gehst Du in eine ganz andere Stadt. Hamburg? Berlin? Oder gar Hannover?

    Und wenn es an jeder Stadt etwas auszusetzen gibt, gibt es auch an und in jeder Stadt und jedem Job etwas Positives.

    Dass Dein Job so zu Ende gegangen ist, bei diesem “Unternehmen”, ist traurig und schreit vor Ungerechtigkeit!
    Aber (Achtung, 5 Mark in Phrasen-Schwein!):
    Lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende.

    Sieh es mal so:
    Du durftest sehr früh im Leben Verantwortung übernehmen (e.g. Teamleitung), Neues ausprobieren (Anwendertreffen?!), Konflikte erleben, aushalten, lösen und noch 100 Dinge mehr. Du hättest vielleicht einige Leute (chaka, hi-love, wutti-mutti, mylux, _tsubasa_ undundund) nie kennen und schätzen gelernt.

    Edison hat auch nicht mit dem ersten Versuch die Glühbirne erfunden (Bitte jetzt nicht die Diskussion, wer tatsächlich die Glühbirne erfunden hat…).
    Auch aus Fehlern und schlechten Erlebnissen kann man/frau lernen (selbst Real-Live-Feministinnen wie ich).

    Ergo:
    Alles eine Frage der Sichtweise – oder um es mit Philip Rosenthal (dem Porzellan-Rosenthal) zu sagen:

    “Das Leben ist eine Bergwiese, voll von schönen Blumen und von Kuhfladen. Glück oder Unglück ist nur die Frage, was man mehr anschaut.”

    Dein Freund Don Camillo

    post scriptum: Und vertrau mir: Alles wird gut! Ganz sicher!

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