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April 26th, 2007

Deutschland: Kein Arbeitnehmermärchen

Off Topic, by wutti.

wenn man sich die nachrichten anschaut, dann hat man das gefühl, dass arbeitnehmer in deutschland eine handelbare ware ohne rechte sind, die man nach belieben austauschen kann. natürlich, sowas ist laut der politik nicht wahr, denn die spd ist ja eine arbeitnehmerpartei, welche aber durch die koalition mit der cdu ihre ideale verkauft hat.

ein gutes aktuelles beispiel. die deutsche telekom, ein börsennotiertes unternehmen, dass sich auf grund seines eigenen unvermögens mit kunden umzugehen. nun möchte die telekom ihre schlechten umsätze sanieren und versucht 50.000 stellen auszulagern. es ist grundsätzlich nicht das problem, aber dass dabei die arbeitszeit verlängert und die löhne verringert werden, dass ist von seiten der arbeitnehmerschaft nicht zu vertreten. leider ist die politik so mit sich selbst beschäftigt, dass sie sich darum anscheinend nicht auch noch kümmern können.

man kann natürlich die wirtschaft verstehen, dass es teuer ist, gehalt zu zahlen. aber der wirtschaftkreislauf beruht nunmal darauf, dass die einen angemessenes geld bezahlen, damit die anderen dafür gute arbeit leisten und mit dem verdienten geld wieder neue güter kaufen, die dafür sorgen, dass der wirtschaftkreislauf weiter läuft.

problematischerweise sieht die wirtschaft das aber anders. dort heißt es geld sparen wo es geht. es wird von den arbeitnehmern gefordert immer mehr opfer zu erbringen und dabei steigen die reallöhne nicht mal so stark, wie die lebenshaltungskosten steigen. damit nicht genug. da die arbeitnehmer nicht sicher sein können ob man am kommenden tag noch arbeit hat, wird das geld gespart wo es geht.

mit all diesen faktoren kommt das ursprüngliche wirtschaftssystem zum erliegen. unter diesem täglich wachsenden druck ist es selbstverständlich, wenn die arbeitnehmer nicht mehr den versprechungen der arbeitgeber glauben und der glaube an den arbeitgeber verloren wird. die arbeit wird nur noch als das tägliche aufstehen und wieder nach hause gehen definiert. so sinkt die arbeitsleistung, weswegen der arbeitgeber den druck wieder erhöht.

wie man sehen kann ist dieses system ein “teufelskreis”. die wirtschaft muss erkennen, dass arbeitnehmer keine ware sind. ohne arbeitnehmer ist kein unternehmen überlebensfähig und wenn die unzufriedenheit überhand nimmt, dann ist die arbeitsleistung des unternehmens gelähmt.

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Responses to “Deutschland: Kein Arbeitnehmermärchen”

  1. Warum, weil ich nicht selbst in einem Angestelltenverhältnis bin? Ein wenig leer als Argument, oder? Könnte ich Dich genau so gut fragen, warum Du meinst genug Wissen zu haben um über Politik sprechen zu können, ohne mehr zu tun als die Zeitung zu lesen… oder hast Du irgendwelche Formen der Politologie studiert?

  2. hmm… ich frage mich, wie du das beurteilen willst? ;)

  3. … aber aus einer verdammt subjektiven Sichtweise. Blühende Wirtschaft _und_ auch enormes Wachstum im Bereich der offenen Stellen widersprechen da schon wieder “dezent” den Vorstellungen des Einzelnen, der es anders zu erleben meint. Klar profitiert nicht jeder davon, aber der Standort Deutschland erholt sich derzeit für Arbeitgeber wie -nehmer, da können auch Hildesheim und die Telekom nichts dran ändern.

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