
Vor einigen Tagen habe ich die Entscheidung getroffen mir einen neuen Drucker zu kaufen. Ausschlaggebend bei der Entscheidung war die Tatsache, dass ich in der neuen Wohnung, anders als in der Alten, nicht vom DSL Anschluss ohne Probleme ein Netzwerkkabel ins Arbeitszimmer ziehen kann.
Das stellte mich insofern vor ein Problem, als das ich im Arbeitszimmer zwar arbeiten kann (der Sinn ergibt sich von selbst), aber häufig auch mit dem MacBook im Wohnzimmer sitze und von dort aus scanne oder drucke. Also hatte ich mehrere Möglichkeiten.
Eine Möglichkeit wäre gewesen, zeitgleich mit dem Laminat auch Netzwerk ins Arbeitszimmer zu legen. Die Möglichkeit viel für mich aber aus, weil ich dazu einerseits keine Lust habe, noch das passende Werkzeug, noch alle Wände wieder mit Kabelkanälen perforieren will.
Eine andere Möglichkeit wäre gewesen, ins Arbeitszimmer einen Access-Point zu stellen und den als Repeater zu nutzen um daran die LAN-fähigen Geräte anzuschließen. Ist zwar auch eine Möglichkeit, aber bedeutet einen Stromfresser mehr in der Wohnung. Das möchte ich aber nicht. Zum Einen wegen der Stromkosten, zum Anderen weil Repeater nie wirklich stabil arbeiten. Außerdem drucke ich nun auch nicht so häufig, als dass sich eine solche Lösung rentiert hätte.
Die letzte Möglichkeit war ein WLAN-fähiger Drucker. Und da haperte es bei meinem Drucker. Es gab kein Modul zum Nachrüsten. Entsprechend musste das Gerät ausgetauscht werden. Und da ich nicht zwingend auf einen Laserdrucker angewiesen bin, hab ich mich also für einen Tintenstrahler entschieden. Abgesehen davon ist es auch wirtschaftlicher. Wenn der Laserdrucker anläuft hat der ordentlich Strom durch. Da ist der Tintenstrahler effektiver.
Also entschied ich mich für ein Angebot von MediaMarkt. Dort gab es den Epson WorkForce WF-3520DWF für 139€. Ein Schnäppchen, da ich durch den Einkauf von anderen Geräten noch Gutscheine im Wert von 100€ zu Hause liegen hatte.
Ich kannte die WorkForce-Serie schon von meinem Arbeitgeber. Allerdings setzen wir dort die größere Variante in Form der WorkForce-Pro-Serie ein. Aber die Dinger waren mir zu teuer und können auch nicht mehr, als die Consumer-Serie.
Das Gerät kann unter Anderem Drucken, Faxen, Kopieren und Scannen. Und das vor allem auch im WLAN. Das war mir halt sehr wichtig. Und so richtete ich das Gerät ein. Nach etwa 30 Minuten war der Drucker aufgestellt, im WLAN eingerichtet und auf dem Rechner installiert. Epson bietet übrigens für Mac sowie Windows Treiber an, die optisch quasi identisch sind.
Der Druck geht schnell. 38 Seiten in der Minute schwarz und ebenso in Farbe. Das ist ebenfalls ein Vorteil gegenüber Laserdruckern die in der Regel bei Farbe etwas langsamer sind. Toll ist, dass der Drucker eine integrierte Duplexeinheit hat. Und nicht nur zum Drucken, sondern es gibt auch einen Dokumenteneinzug mit Duplex. Da besteht allerdings ein Problem. Wenn man über den ADF Druplex scannt, wird die Rückseite immer Spiegelverkehrt gespeichert. Ich habe bisher keine Möglichkeit gefunden dem Programm das abzugewöhnen. Aber auf dem Mac geht es ja schnell die Seite in der Vorschau zu drehen.
Ansonsten bin ich wirklich zufrieden mit dem Gerät. Es ist schnell, leise und macht genau das, was es soll. Ich bin gespannt, ob das WLAN in der neuen Wohnung genügend Power hat um bis ins Arbeitszimmer zu funken. Aber darum kann sich dann ja mein Technik-Spezialist kümmern.
Gut, wenn man einen solchen Freund hat.